Unter transpersonal versteht man Erfahrungen, die den gewöhnlichen Horizont des Menschen überschreiten. Gemeint sind spirituelle, transzendente, übersinnliche und religiöse Erfahrungen, die nicht direkt beobachtbar sind und nur durch Introspektion erschlossen werden können. Die transpersonale Psychologie, die vierte Kraft der Psychologie, hat sich inzwischen neben dem Behaviorismus, der humanistischen Psychologie und der Tiefenpsychologie etabliert. Sie integriert alte Weisheitslehren und moderne Bewusstseinsforschung. Ihre Wurzeln liegen in den 60er Jahren. Herausragende Vertreter der Transpersonalen Psychologie sind: Abraham Maslow, Stanislav Grof, Roger Walsh, Ken Wilber und Francis Vaughan. Dieser Ansatz wird von der klassischen Psychologie eher kritisch gesehen, da die empirische Befunderhebung bei transpersonalen Erfahrungen an natürliche Grenzen stößt. Allerdings gibt es vermehrt Universitätslehrgänge für transpersonale Psychologie, insbesondere in den USA, aber auch schon in Deutschland.
Sylvester Walch hat durch seinen engagierten Einsatz, vor allem im deutschsprachigen Raum, einen großen Beitrag zur Anerkennung der transpersonalen Psychologie und des holotropen Atmens in wissenschaftlichen und therapeutischen Kreisen beigetragen. Er ist u.a. Dozent für transpersonale Psychologie und holotropes Atmen an der Sigmund Freud Universität in Wien und der Fakultät für Internationalen Peace Studies (Universität Innsbruck).